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Wir teilen unser Know-how gerne mit anderen Produktentwicklern, die Lösungen für den Pflegebereich kreieren möchten.

Für Produkt-entwickler

Wie entwirft man Spiele für Menschen mit speziellen Pflegebedürfnissen? Welche Faktoren muss man als Produktentwickler berücksichtigen?

Co-design

Wie entwirft man Spiele für Menschen mit kognitiven Einschränkungen? Unserer Meinung nach sollte man sich zunächst einmal in die Erlebniswelt der Nutzer hineinversetzen. Da wir Produkte für besondere Zielgruppen entwickeln wollen, entwickeln wir die Ideen hierzu gemeinsam mit der Zielgruppe.

Ein solcher Prozess, bei dem Produktentwickler und Nicht-Produktentwickler zusammenarbeiten, wird in der Fachsprache Co-Design genannt. Bei der Entwicklung von neuen Spielen beziehen wir Experten und Angehörige verschiedener Pflegeeinrichtungen (d.h. unseren Co-Design-Standorten) in den Niederlanden, den Vereinigten Staaten und Südafrika in den Prozess mit ein.

Co-Design-Standorte

In kreativen Sitzungen an unseren Co-Design-Standorten versetzen wir uns gemeinsam mit Pflegekräften, Verhaltensforschern, Betreuern und Familienangehörigen der potentiellen Nutzer in deren Interessen und Erlebniswelt. Zusätzlich begleiten wir ab und zu das Pflegepersonal bei seiner Arbeit. Auf diese Weise entstehen Ideen für neue Spiele. Das Spiel Tierpuzzle für Tovertafel UP ist beispielsweise aus dem Bedarf nach einem Spiel heraus entstanden, das von mehreren Menschen mit unterschiedlichem Niveau gleichzeitig gespielt werden kann.

Von der Idee zum Prototyp

Unser Produktentwicklerteam besteht aus Designern, Spieleentwicklern und nutzerorientierten Produktentwicklern. In Brainstorming-Sitzungen entwickelt das Team Ideen und Vorschläge, die in den kreativen Sitzungen entstanden sind, mit Hilfe von Entwicklungstools zu Spielkonzepten weiter. Anschließend werden die Spielkonzepte an das Entwicklungsteam weitergegeben, das sich mit der Technik hinter den Spielen beschäftigt.

Spielemerkmale per Zielgruppe ansehen >

Vom Prototyp zur Produktlancierung

Der erste Prototyp ist fertig. Nun wollen wir wissen, ob die Spiele tatsächlich gut auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Hierzu begeben wir uns wieder an den Co-Design-Standort und machen uns an den schönsten Teil des Projektes: das Spielen! Während der Spieletests beobachten wir die Zielgruppe unter möglichst normalen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus evaluieren wir die Prototypen der Spiele gemeinsam mit Pflegeexperten oder Betreuern hinsichtlich der Fragen: “Was funktioniert?“, “Was funktioniert nicht?“ und “Was fehlt noch?“. Die nötigen Anpassungen und Diskussionspunkte werden so lange in die Praxis umgesetzt, bis das neue Spiel wirklich “passt“ und Glücksmomente schafft. Durch das Testen der Spiele fallen auch ab und zu Spiele heraus, die nicht gut zu der Zielgruppe passen, und bestehende Spiele werden weiterentwickelt. Aber es entstehen natürlich auch Ideen für neue Spiele!

Spielmerkmale

Wir wollen so viele Glücksmomente wie möglich für Menschen kreieren, für die Glück nicht selbstverständlich ist. Darum teilen wir Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus unseren Studien nicht nur mit unseren eigenen Designern und Entwicklern, sondern auch mit anderen Produktentwicklern, die gerne die Lebensqualität von Menschen mit kognitiven Einschränkungen verbessern möchten. Die unten aufgeführten Spielmerkmale sind das Ergebnis von Spieletests, eigenen Studien, Beobachtungen und dem Studium bestehender Literatur zu diesem Thema. Sie inspirieren uns bei der Entwicklung neuer Spiele und helfen uns außerdem dabei, zu überprüfen, ob ein Spielkonzept den nötigen Anforderungen für die jeweilige Zielgruppe entspricht. Die Spielmerkmale werden ständig weiterentwickelt und sind nie “fertig”, denn wir lernen ständig dazu und entwickeln die Merkmale weiter.

Spielemerkmale

  • Das Spiel bietet genügend Reaktionszeit

  • Das Spiel ist erwachsen und realistisch

  • Das Spiel überrascht

  • Das Spiel ist sowohl in visueller als auch auditiver Hinsicht ideal

  • Im Spiel halten sich beruhigende und anregende Projektionen die Waage

  • Das Spiel passt zu der Erlebniswelt und den Interessen der Zielgruppe

  • Das Spiel ist simpel, aber nicht kindisch

  • Das Spiel ermöglicht es, gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten

  • Das Spiel kann selbstständig oder mit minimaler Begleitung gespielt werden

  • Jeder kann mitmachen, unabhängig von seinem oder ihrem sozialen oder emotionalen Niveau

  • Im Spiel werden bunte, klare und kontrastreiche Farben verwendet

  • Das Spiel ist kognitiv anspruchsvoll

  • Das Spiel fördert den gesunden Wettbewerb

  • Das Spiel verfolgt ein konkretes Ziel

  • Die Initiative geht immer vom Spieler aus

  • Das Spiel reagiert auf minimale und langsame Bewegungen

  • Die projizierten Bilder stimulieren auf natürliche Weise Bewegung und Berührung

  • Das Spiel bietet genügend Reaktionszeit

  • Die Projektionen werden gleichmäßig auf dem Tisch verteilt

  • Das Spiel reagiert immer logisch

  • Die Projektionen verlangsamen sich, wenn sie in Reichweite sind

  • Im Spiel werden Projektionen mit hohem Kontrast verwendet

  • Das Spiel gibt ausschließlich positives Feedback

  • Jeder kann mitmachen, unabhängig von seinem oder ihrem Niveau, und niemand wird ausgeschlossen

  • Das Spiel enthält wiedererkennbare Elemente aus der Vergangenheit

  • Das Spiel hält die Aufmerksamkeit der Spieler fest

  • Das Spiel erregt die Aufmerksamkeit der Spieler

  • Die Initiative geht vom Spiel aus und gibt den Spielern ‘von sich aus’ neue Impulse