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Forschung

Tovertafel Original ist im Rahmen der Doktorarbeit von Hester Le Riche entstanden. Forschung bleibt auch weiterhin für uns wichtig, denn wir wollen Produkte entwickeln, die gut auf die Wünsche der Benutzer und des Pflegepersonals abgestimmt sind.

Demenz & Tovertafel

Studie: Die Pflegeeinrichtung als stimulierende Umgebung Studie ansehen
Studie: Die Umgebung hat einen großen Einfluss Studie ansehen
Spielentwicklung und Demenz Studie ansehen
Co-Design von Tovertafel Original Studie ansehen

Studie: Die Pflegeeinrichtung als stimulierende Umgebung

In der Literatur findet man diverse Studien über den Einfluss der physischen Umgebung in Pflegeeinrichtungen auf die körperliche Aktivität von Bewohnern mit Demenz. Wir haben diese Studien ausführlich besprochen, um aufzuzeigen, was über den Einfluss dieser externen Faktoren bekannt ist. Dieser Artikel ist erschienen im Journal of Applied Ergonomics.

  • Positive Ergebnisse wurden gefunden für: Musik, funktionale Anpassungen der Pflegeeinrichtung (z.B. Gedächtnisstützen und Anweisungen) sowie das Einrichten von Gemeinschaftsräumen.
  • Überwiegend positive Ergebnisse wurden gefunden für: kleine Wohneinheiten
  • Gemischte Ergebnisse wurden gefunden für: “Snoezelen” (Stimulation der primären Sinne), (extra) helles Licht und Anpassungen des Grundrisses der Pflegeeinrichtung

Hier den wissenschaftlichen Artikel lesen

Studie: Die Umgebung hat einen großen Einfluss

Mithilfe qualitativer Untersuchungen haben wir den Einfluss der sozialen Umgebung auf die Aktivität von älteren Menschen mit Demenz untersucht, d.h. inwiefern trägt Interaktion zwischen Bewohnern und Pflegekräften zur Aktivität der Bewohner bei? Hierzu haben wir Interviews mit Bewohnern und Pflegekräften durchgeführt, Fokusgruppen organisiert, Beobachtungen gemacht und das Pflegepersonal begleitet.

  • Das Pflegepersonal wendet insgesamt 9 verschiedene Strategien an, um Bewohner mit Demenz zu stimulieren: Einsatz von Humor und Optimismus, Bewusstwerdung, Stimulation von Selbstvertrauen, Schaffung einer sicheren Umgebung, Widmung persönlicher Aufmerksamkeit, dem Bewohner Zeit geben, etwas selbst auszuprobieren, Einnehmen einer resoluten Haltung, Betonung des “Gemeinsam Tuns“, Mitspielen in der Erlebniswelt des Bewohners.
  • Ob der Bewohner an Aktivitäten teilnimmt oder diese selbstständig ausführt, wird stark von der Reaktion der Bewohner selbst beeinflusst. Diese können entweder kooperativ, teilnehmend, abwartend oder trotzig sein.
  • Auch zwischen einzelnen Pflegekräften gibt es Unterschiede: einige Mitarbeiter verhalten sich eher abwartend, andere unterstützen die Bewohner, und wieder andere nehmen eine sehr fürsorgende Haltung ein.
  • Bewohner können sich gegenseitig sowohl stimulieren als auch demotivieren. Kontakt miteinander ist nötig, um gemeinsam Dinge zu tun und einander zu motivieren. Hierdurch kann zwischen den betreffenden Personen jedoch im Einzelfall auch eine demotivierende Atmosphäre entstehen.

Diese Untersuchung ist im Hauptteil der Doktorarbeit von Hester Le Riche erschienen.

Spielentwicklung und Demenz

Das Schrumpfen des Gehirns als Folge der Demenz hat einen Einfluss darauf, wie ältere Menschen ihre Umwelt wahrnehmen – und damit auch die Art und Weise, wie Spiele gespielt werden. Um herauszufinden, welche Spiele für ältere Menschen in den verschiedenen Stadien von Alzheimer geeignet sind, hat Hester Le Riche u.a. gemeinsam mit Prof. Dr. Erik Scherder Literatur aus der Neuropsychologie studiert.

  • Das Stadium der Demenz hat einen solch großen Einfluss auf die Art von geeigneten Spielen, dass das Entwickeln von Spielen für die übergreifende Gruppe “ältere Menschen mit Demenz” keine Option ist.
  • Folgende Spielerfahrungen sind für alle Stadien von Demenz geeignet: sensorische Stimulation, Entspannung sowie Analogien.
  • Für Menschen im Anfangsstadium von Demenz eignen sich insbesondere die Themen: Sympathie, Versorgen, Kameradschaft, Ausdruck, Humor, Erotik, Unterwerfung und Herausforderung.
  • Die Spielerfahrung “Erkunden” ist für Menschen mit Alzheimer nicht geeignet.

Dieser Artikel ist erschienen im “International Journal of Design*.
Hier den wissenschaftlichen Artikel lesen

Co-Design von Tovertafel Original

Tovertafel Original ist in enger Zusammenarbeit mit Bewohnern der Pflegeeinrichtung Careyn entstanden. Diese Methode wird auch als ‘participatory design’ oder auch ‘co-design’ bezeichnet. Indem wir die Zielgruppe am Entwicklungsprozess beteiligten, konnten wir Tovertafel nicht nur gut auf die Fähigkeiten, sondern auch auf die Vorlieben von älteren Menschen abstimmen.

  • Das Spiel selbst muss die Initiative ergreifen und ältere Menschen zum Mitmachen animieren. Von sich aus werden sie nicht aktiv.
  • Wenn ältere Menschen immer wieder daran erinnert werden, was sie gerade tun, bleiben sie länger aktiv.
  • Lichtprojektionen, die bunt und detailliert sind und sich bewegen, werden von älteren Menschen am meisten geschätzt.
  • Da während des Spiels nichts “schiefgehen kann”, entsteht eine sichere Umgebung, in der ältere Menschen unbesorgt Dinge ausprobieren können.
  • Spiele, an denen ältere Menschen in verschiedenen Stadien von Demenz teilnehmen können, schließen niemanden aus. Hierdurch entsteht eine positive und gesellige Stimmung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl.